Wir liefern Grundlagen

Erstklässler*innen der Meinhard-Schule Grebendorf unterwegs in
Sachen Umweltschutz: Müllsammelaktion und Werksbesichtigung im
geschlossenen AO Kieswerk Eschwege-Niederhone



AO Kieswerk Eschwege-Niederhone: Seit 1. Juli 2021 ist es tipptopp sauber auf dem Weg zum Betriebs­gelände der August Oppermann Kiesgewinnungs- und Vertriebs-GmbH und ebenfalls hinter den Schranken des Kieswerks. Zu verdanken ist dies dem beherzten Einsatz von 25 Erstklässler*innen der Meinhard-Schule Grebendorf, die von 9 bis 11 Uhr gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Carolin Feike und Panja Zinngrebe-Scharf den Unrat achtloser Mitmenschen beseitigt haben.

Als Initiator dieser Aktion sei der 7-jährige Henri genannt. Eine saubere Umwelt ist ihm eine Herzens­angelegenheit. Mit einer selbstinszenierten und ergiebigen Müllsammelaktion entlang seiner Hunde­spazierstrecke nahe des AO Betriebsgeländes hat er Anfang des Jahres bereits mediale Aufmerksamkeit in der Eschweger Werra Rundschau erreicht. Und weil gute Geschichten gute Reichweiten haben, landete der Zeitungsartikel auch auf dem Schreibtisch der Hedemündener Firmenzentrale. Der Kontakt mit Henri kam zustande und dann entstand auch unmittelbar die Idee zu einer organisierten Müllsammelaktion mit Werksbesichtigung im Rahmen eines Klassenausflugs. Sigrid Borschel, AO Abteilungsleiterin Grundstücks­verwaltung, organisierte in Zusammenarbeit mit Henris Klassenlehrerin Frau Feike den Termin.

Natur als schützenswerter Lebensraum

Gut ausgerüstet mit Warnwesten, Caps und Handschuhen machten sich die Kinder ans Werk: Auf einer Wegstrecke von zirka 2 Kilometern, vom Busstop an der Landstraße bis weit hinein ins Werksgelände, fand sich dann auch etliches an Papier- und Plastikverpackungen, Holzreste und sogar ein FlipFlop, der ganz klar die Frage aufkommen ließ: „Wer geht denn mit nur einem Schuh nach Hause?!“

Die Kinder wurden im Rahmen des Sachkundeunterrichts bereits im Vorfeld auf die Themen Müll und Umweltverschmutzung vorbereitet. Mithilfe einer Geschichte aus der Sicht eines Regenwurmes, der sich furchtbar ärgert über die Menschen, deren Müll ihm auf dem Kopf landet, erzählt Frau Feike, habe sie die Kinder auf die Schutzwürdigkeit unserer Natur vorbereitet. Die Erstklässler haben bereits gelernt, wie man Müll richtig trennt. Wie eifrig die Kinder auch hier bei der Sache sind, zeige sich etwa während der Esspausen. Hier finde die Problematik der Mülltrennung unmittelbare praktische Anwendung. „In der nächsten Zeit werden wir Plakate für die jeweiligen Abfallbehälter malen, auf denen dann ersichtlich ist, welcher Müll in welchen Eimer kommt“, so Carolin Feike. Im Nachgang zu der Müllsammelaktion ist dann das Thema Nachhaltigkeit dran. Neben Mülltrennung soll es schließlich auch um Müllvermeidung gehen.

Publikumsmagnet „Walter“ der Eimerkettenbagger

Nach getaner Arbeit – und auch bereitwillig zwischendurch - erklärte Axel Hartmann den Kindern anschaulich, wie der Abbau von Sand und Kies im Werk Niederhone von statten ging und sensibilisierte die Grundschüler*innen dabei gleichzeitig für den Rohstoff Sand. Dabei lockte Eimerkettenbagger „Walter“. „Mit Hilfe von „Walter“ haben wir viele Jahre lang Sand und Kies abgebaut“, so Axel Hartmann, der die Aufmerksamkeit der Kinder in seiner ihm eigenen sympathischen Art auf sich zu lenken wusste.

Gebannt und sichtlich stolz über die Würdigung ihrer getanen „Arbeit“ lauschten die Kinder schließlich den Worten von Sigrid Borschel: „Im Namen der Firma möchte ich mich ganz herzlich bei Euch für Euren tatkräftigen Einsatz bedanken.“ Die „Entlohnung“ der eifrigen Sammler erfolgte über eine großzügige Spende an die Klassenkasse. Und wie unsere Bilder schließlich zeigen: Nicht nur die Kinder genossen ihren ersten Ausflug seit dem Lockdown; auch Sigrid Borschel und Axel Hartmann haben die Stunden mit den Schülerinnen und Schülern der Grundschule Meinhard sichtlich gut gefallen.