Wir liefern Grundlagen

Neuer Platz für neue Küken! Northeimer Seenplatte erhält Nistflöße mit AO-Kies



In gemeinsamer Arbeit des Fachbereichs Regionalplanung und Umweltschutz des Landkreises Northeim und der AO-Kieswerke Northeim sind im Bereich der Vogelbeobachtungshütte am Weißen Budenweg neue Vogelbrutplätze entstanden. Am 22. und 23. Februar 2022 wurden insgesamt drei Nistflöße aufgebaut. Diese bestehen aus jeweils einer großen Schwimmerplattform aus Kunststoff und einer erhöhten Umgrenzung, die die Vogelküken davor bewahrt, ins Wasser zu fallen.
Als natürliche Unterlage auf dem Schwimmer fungiert eine Kiesschicht der Körnung 8-32mm, die nach dem Aufbau der Floßkonstruktionen im Uferbereich von AO per Radlader auf die Schwimmplattformen geschüttet wurde. Für die beiden kleineren Nistflöße wurden dabei jeweils 1,25 m² Kies, für die größere 3,5 m² Kies benötigt. Fertig vorbereitet wurden die Nistflöße auf die offene Wasserfläche gebracht und dort mit Bodenankern befestigt.

Nistflöße sind wichtige Bruthilfen für Wasser- und Watvögel, die auf vegetationslose Sandbänke und Kiesflächen als Bruthabitate angewiesen sind, beispielsweise der Flussregenpfeifer und die Trauerseeschwalbe. Durch die uferferne Positionierung bieten die Flöße den Vögeln die zum Brüten und zur Jungenaufzucht benötigte Ruhe. Außerdem schenken sie zusätzlichen Schutz vor räuberischen Säugetieren wie Mardern, Füchsen und auch vor Hunden, die leider entgegen der geltenden Bestimmungen von einigen Halter*innen immer wieder frei laufen gelassen werden.

Auf der kleinen Halbinsel am Weißen Budenweg wurde direkt vor dem Floßbau ebenfalls Hand angelegt. Unter Leitung von Arnd Heringhaus, Technischer Geschäftsführer Nord-West bei August Oppermann, wurde auf Bitte des Landkreises Northeim die Inselfläche von Bäumen befreit, um diese von allen Seiten gut einsehbar zu machen. „Ein gelungener Einsatz! Herzlichen Dank dafür!“, lobte Kirstin Wahler vom Northeimer Fachbereich Regionalplanung und Umweltschutz die Arbeit. In Kürze steht noch an, in einigen Bereichen der Halbinsel den Boden abzutragen und so die Kiesschicht freizulegen, damit die Bodenbrüter auch hier zusätzliche Refugien für ihren Nachwuchs zur Verfügung haben.

Nun darf gehofft werden, dass unsere gefiederten Mitgeschöpfe sich in den neuen Habitaten bald wohl und heimisch fühlen und uns allen eine kükenreiche Zukunft bescheren!