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Schwindelfrei für den Vogelschutz

E.ON Mitte markiert Hochspannungsleitung im Werk Rosdorf

Kiessee Rosdorf Schwindelfrei mussten die Mitarbeiter der E.ON Mitte am Donnerstag, den 18. August sein: In luftiger Höhe – etwa 30 Meter über der Wasser­oberfläche des Kieswerkes Rosdorf der August Oppermann Kiesgewinnungs- und Vertriebs-GmbH – haben sie vom Korb eines Spezial-Krans aus wetterfeste Kunststoff-Wimpel an einer 20.000 Volt-Hoch­spannungs­leitung angebracht.

Diese Maßnahme sowie das Aufschieben von kriechstromfesten Schrumpfschläuchen auf das Leiterseil, wofür am Donnerstag im Rosdorfer Werk für einige Stunden der Strom abgestellt werden musste, sollen dem Vogelschutz dienen: „Wir begrüßen diese Maßnahme, da sie nicht nur dem Vogelschutz dient, sondern auch lästige Strom­ausfälle, die teilweise zu erheblichen Problemen für die Wirtschaft und die Privathaushalte (Ausfall der EDV) führen, verhindert“, so der AO-Betriebs­verwaltungs­leiter, Kurt Koppetsch.

Vogelschutz am Kiessee Rosdorf Das Rosdorfer Werk der Firma August Oppermann ist eine von sechs Produktions­stätten, die das Unter­nehmen in Süd­niedersachsen unterhält. Bereits seit 1969 wird hier hochwertiger Leinekies abgebaut, der vor allem als Betonkies- und Sand sowie in Frost­schutz­schichten und als Zierkies Verwendung findet. Im Zuge der Abbauarbeiten ist hier im Laufe der Jahre ein großer See entstanden, der Anziehungs­punkt für unter­schiedlichste Wasservogelarten ist.

Das Überqueren des Sees war für die Tiere in der Vergangenheit jedoch nicht ganz ungefährlich: Immer wieder sind Vögel in die Frei­leitung hinein­geflogen, weil sie das Hindernis in der Anflug­phase viel zu spät erkannt haben. Die Fähnchen sowie spezielle Vogelschutzhauben, die zum Schutz größerer Greifvögel an weiteren kritischen Punkten befestigt worden sind, sorgen jetzt dafür, dass die Tiere beim Anflug oder beim Sitzen auf den Strom­masten unversehrt bleiben. Damit können sowohl ein wesentlicher Beitrag für den Naturschutz geleistet, als auch Kosten gespart werden: Bei einer Kollision sind nicht nur die Vögel in Gefahr, sondern auch die Stromversorgung, da durch den Kontakt in der Regel Kurzschlüsse verursacht werden, die in der Folge für die EON-Mitte teure Reparaturen nach sich ziehen.

Die Hochspannungsleitung im Bereich des Kieswerkes Rosdorf ist nicht die einzige, die von dem Stromkonzern „vogelsicher“ gemacht wurde. In den nächsten Wochen sollen weitere Maßnahmen dieser Art in der Region folgen, bis schließlich alle Freileitungen in Südniedersachsen entsprechend umgerüstet worden sind.

Bericht des NDR auf www.ndr.de