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Flugkunst in der Sandgrube



Was war das? Ein Kolibri in Meensen? Kleines Wesen, schneller Flügelschlag. Vor, zurück, Flugstillstand (Schwirrflug) an einer Blütenrispe eines Sommerflieders. Nein, was unsere Fotografen hier beobachten und festhalten konnten ist ein waschechter Schmetterling mit kolibriartigen Flugeigenschaften: Ein Taubenschwänzchen (lat. macroglossum stellatarum) aus der Familie der Schwärmer. Eigentlich einer Gruppe nachtaktiver Schwärmer angehörend, ist das Taubenschwänzchen als einziger Vertreter tagaktiv. Mit dem filigranen Saugrüssel gelangt es an den Nektar von langkelchigen Blüten, der für andere Schmetterlinge unerreichbar ist.

Sie wünschen weitere technischen Daten? Bitteschön: Flügelschläge bis zu 90 pro Sekunde, Höchstgeschwindigkeit bis zu 80 Kilometer pro Stunde (!), Langstreckenflug bis zu einer Distanz von 2.000 Kilometern. Und dies alles bei einer Körpergröße von maximal 4,5 Zentimetern. Gäbe es ein Quartettkartenspiel „Schmetterlinge und Falter“; dies wäre definitiv der Superstecher unter den Schmetterlingen!

Sommerstopp im AO Werk Meensen
Taubenschwänzchen sind Wanderfalter, die eigentlich in Südeuropa, vor allem im Mittelmeerraum heimisch sind. Dank ihrer hervorragenden Flugeigenschaften sind sie in der Lage, die oben genannten Distanzen in 14 Tagen zurückzulegen. Sie gelangen so in den Sommermonaten bis nach Skandinavien. Als einzige Schwärmerart überwintern sie als voll entwickelte Schmetterlinge.

Ob dieses Exemplar in Meensen lediglich einen Sommerstopp eingelegt hat oder es vor hat bei uns zu überwintern ist schwer zu sagen. Fest steht, dass auf dem Werksgelände der August Oppermann Kiesgewinnungs- und Vertriebs-GmbH nahrhafte Futterpflanzen vorhanden sind, die unserem Wunderschmetterling gut zu schmecken scheinen.